17 daytona 1991 blaupunkt porsche

Erfolgsgeschichte

Mit dem Einstieg in die IMSA WeatherTech SportsCar Championship in der Saison 2018 schließt sich für Joest Racing ein Kreis. In den vergangenen vier Jahrzehnten hat das Team aus dem Odenwald bei Sportwagenrennen in Nordamerika immer wieder für Furore gesorgt und zahlreiche Siege und Titel eingefahren.

Den ersten großen Erfolg gab es 1980, als Teamchef Reinhold Joest, Rolf Stommelen und Volkert Merl im Porsche 935 beim 24-Stunden-Rennen von Daytona siegten. Vier Jahre später gewannen Mauricio de Navaez, Hans Heyer und Stefan Johansson mit einem von Joest Racing betreuten 935 die 12 Stunden von Sebring, wo das Team aus dem Odenwald 1988 mit Platz zwei einen weiteren Triumph knapp verpasste.

Von 1991 bis 1993, nach dem Verbot von Turbofahrzeugen und damit des Porsche 962 in der Sportwagen-Weltmeisterschaft, bestritt Joest Racing mit dem Stuttgarter Sportwagen nahezu die kompletten Saisons der IMSA-GTP-Serie. Ein Konkurrent war damals übrigens auch Mazda mit dem RX-792P. Zahlreiche Podestplätze folgten, mit denen Joest Racing Motorsport-Geschichte schrieb. 1991 siegte der Rennstall mit dem Fahrerquintett Hurley Haywood/Frank Jelinski/Henri Pescarolo/John Winter/Bob Wollek zum zweiten Mal bei den 24 Stunden von Daytona – es war der fünfte und letzte Triumph des Porsche 962 beim Sportwagenklassiker in Florida. Zweieinhalb Jahre später gelang Joest Racing bei den 500 Kilometern von Road Atlanta mit der finalen Ausbaustufe des seit 1984 eingesetzten 962 – unter anderem mit Doppel-Heckflügel – ein finaler Sieg mit dem Sportprototyp.

Ende der 1990er-Jahre kehrte Joest mit Audi nach Nordamerika zurück – und dominierte in den Folgejahren die American Le Mans Series. Insgesamt bestritt die Mannschaft dort 50 Rennen und holte dabei 34 Siege, 64 Podestplätze und 38 Pole-Positions. Zu den Erfolgen zählten neun Triumpfe bei den 12 Stunden von Sebring sowie vier Fahrertitel mit Allan McNish (2000), Emanuele Pirro (2001), Tom Kristensen (2002) und Frank Biela/Marco Werner (2003) sowie genausoviele Teamtitel. Zu den Siegen gehörte unter anderem der Erfolg in Sebring 2000, der erste Sieg von Audi überhaupt mit einem LMP-Sportwagen, sowie Sebring 2006, als Joest mit dem Audi R10 TDI beim ersten Gesamtsieg eines Diesel-Sportwagens Rennsportgeschichte schrieb. Von 2013 bis 2016 startete das Audi Sport Team Joest vier Mal in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft auf dem Circuit of The Americas und siegte dabei zwei Mal.

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