Saison » 2013 » 12h Sebring (USA)

Oliver Jarvis

“Mit etwas Wehmut nach Sebring”

Stimmen vor dem 12-Stunden-Klassiker in Sebring.

Dr. Wolfgang Ullrich, Audi-Motorsportchef: „Seit dem Beginn unseres Sportwagen-Programms 1999 war Sebring immer ein fester Termin in unserem Rennsportkalender. Und das war gut so, denn Sebring ist eine besondere Rennstrecke. Hart und herausfordernd für Fahrer und Material – wer dieses 12-Stunden-Rennen problemlos übersteht, ist meist auch für jede andere Herausforderung gut gerüstet. Wieder einmal wird das Rennen eine perfekte Generalprobe für die bevorstehende WEC-Saison und das 24-Stunden-Rennen in Le Mans sein.“

Ralf Jüttner (Technischer Direktor Audi Sport Team Joest): „Wir fahren mit etwas Wehmut nach Sebring. Es ist sehr schade, dass bei diesem traditionsreichen Rennen künftig keine LMP1-Sportwagen mehr starten dürfen. Der Einsatz in diesem Jahr bedeutet für uns einen erhöhten technischen Aufwand, weil wir zwei Autos unterschiedlicher Generationen an den Start bringen. Aber es ist gut, dass wir den weiterentwickelten Audi R18 e-tron quattro hier schon im Renneinsatz testen können. Vor allem mit Blick auf die Vorbereitung für das 24-Stunden-Rennen in Le Mans hat sich das bewährt. Dafür nehmen wir den Mehraufwand gern in Kauf.“

Marcel Fässler (36/CH), Audi R18 e-tron quattro #1 (Audi Sport Team Joest)
- Erster Schweizer, der einen Weltmeistertitel im Automobil-Rennsport gewann
- Startet zum dritten Mal mit einem Le-Mans-Prototyp in Sebring
„Sebring ist mit seiner Tradition, seiner Atmosphäre und dem speziellen Streckencharakter ein ganz besonderes Rennen. Ich bin zweimal hier gestartet, konnte bisher aber nicht gewinnen. Das möchte ich diesmal gern ändern, zumal es wahrscheinlich auf längere Sicht die letzte Chance ist, hier mit Audi um den Gesamtsieg zu kämpfen.“

Oliver Jarvis (29/GB, Foto), Audi R18 e-tron quattro #1 (Audi Sport Team Joest)
- Erstes gemeinsames Rennen mit den Le-Mans-Siegern Fässler und Tréluyer
- Startet zum zweiten Mal bei einem Rennen in Amerika
- Gelang bei seinem US-Debüt im Januar in Daytona im Audi R8 GRAND-AM ein Sieg in der GT-Klasse
„Als ich von Audi den Anruf erhielt, dass ich in Sebring starten darf, war ich sehr glücklich. Das Rennen gehört zu den großen Langstrecken-Klassikern weltweit. Vor allem bin ich stolz darauf, mit den zweimaligen Le-Mans-Siegern Marcel Fässler und Benoît Tréluyer in einem Auto zu sitzen. Ich bin sicher, dass ich viel von ihnen lernen kann und hoffe sehr, dass wir gemeinsam erfolgreich sein werden. Schon jetzt bin ich überzeugt, dass dieses Rennen ein Highlight meiner Karriere sein wird.“

Benoît Tréluyer (36/F), Audi R18 e-tron quattro #1 (Audi Sport Team Joest)
- Beginnt seine vierte Saison mit Audi
- Geht nach seinem Debüt im Vorjahr zum zweiten Mal in Sebring an den Start
„Sebring ist ein besonderes Rennen – aus mehreren Gründen: Zum einen ist die Atmosphäre mit den vielen, extrem begeisterungsfähigen Fans eine ganz besondere. Zum anderen ist es schwierig, eine perfekte Abstimmung für das Auto zu finden, weil der Kurs sehr wellig ist und der Straßenbelag ständig zwischen Beton und verschiedenen Asphaltmischungen wechselt. Das Rennen bedeutet für jeden eine große Herausforderung. Ich freue mich darauf, sie zu meistern.“

Lucas di Grassi (28/BR), Audi R18 e-tron quattro #2 (Audi Sport Team Joest)
- Erstes Rennen in Sebring
- Zweiter Renneinsatz für Audi (WEC Brasilien 2012)
„Ich war noch nie in Sebring. Aber ich habe von meinen Kollegen gehört, dass es ein großartiges Rennen und die Strecke extrem anspruchsvoll sein soll. Deshalb bin ich gespannt, aber auch froh, dass ich bei meinem zweiten Einsatz als Audi-Werksfahrer die gleichen Teamkollegen habe wie bei meinem Debüt 2012 in Interlagos. Tom (Kristensen) und Allan (McNish) haben mir schon damals viel geholfen und sie werden mich auch diesmal mit wertvollen Tipps unterstützen.“

Tom Kristensen (45/DK), Audi R18 e-tron quattro #2 (Audi Sport Team Joest)
- Mit sechs Gesamtsiegen Rekordgewinner in Sebring
- Startet in Florida in seine 14. Saison als Audi-Werksfahrer
„In Sebring hat sich seit den Zeiten von Juan Manuel Fangio und Stirling Moss nichts verändert. Also ist die Herausforderung die gleiche wie in jedem Jahr: gut durch den Verkehr kommen, das Auto sicher und schnell über die sehr wellige Piste bewegen – und gewinnen. Dass dies der möglicherweise letzte Einsatz in einem Audi-Prototyp in Sebring sein wird, macht das Ganze natürlich noch etwas spezieller.“

Allan McNish (43/GB), Audi R18 e-tron quattro #2 (Audi Sport Team Joest)
- Teilt sich seit 2006 bei Audi ein Cockpit mit Tom Kristensen
- Stand in seiner Karriere in Sebring bereits siebenmal auf dem Podium
„Es war eine wirklich gute Nachricht, als ich hörte, dass Audi auch 2013 in Sebring starten wird. Schließlich ist dieses Rennen ein wichtiger Teil in der Sportwagen-Geschichte von Audi. Dass ein Hauch von Abschied über dem Event liegt, gibt dem Ganzen einen besonderen Touch. Es werden sicher noch mehr Fans als sonst an die Strecke kommen, um das Ende einer Ära live mitzuerleben. Wie das ganze Audi-Team werde auch ich alles dafür geben, dass sich Audi mit einem Sieg aus Sebring verabschiedet. Das würde mich wirklich stolz machen.“

Oliver Jarvis