Saison » 2013 » 12h Sebring (USA)

Audi sebring

Rekordrunde des Audi R18 e-tron quattro

Der Audi R18 e-tron quattro sorgt bei seinem ersten Renneinsatz in den USA für Aufsehen: Beim Zeittraining für das 12-Stunden-Rennen in Sebring (Florida) unterboten beide Hybrid-Rennwagen des Audi Sport Team Joest deutlich den bisherigen Qualifying-Streckenrekord.

Im Cockpit der zwei Audi R18 e-tron quattro lieferten sich Marcel Fässler (CH) und Allan McNish (GB) am Freitagnachmittag im 15-minütigen Zeittraining ein enges Duell um den besten Startplatz. Am Ende setzte sich der Schweizer mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,009 Sekunden gegen seinen schottischen Teamkollegen durch. Der zweimalige Le-Mans-Sieger und amtierende Langstrecken-Weltmeister holte seine erste Pole-Position mit einem Le-Mans-Prototyp und die erste als Audi-Werksfahrer.

Fässler gelang in seiner vierten fliegenden Runde eine Zeit von 1.43,886 Minuten. Damit unterbot der Audi-Pilot die Bestzeit des konventionell angetriebenen Audi R18 TDI aus dem Vorjahr um fast zwei Sekunden – und auch den bisherigen Qualifying-Streckenrekord, den Marco Werner im Jahr 2007 mit dem Audi R10 TDI erzielt hatte (1.44,974 Minuten).

Fässler teilt sich beim vorläufig letzten Auftritt der LMP1-Sportwagen in Sebring das Cockpit eines Vorjahres-R18 mit Oliver Jarvis (GB) und Benoît Tréluyer (F). Lucas di Grassi (BR), Tom Kristensen (DK) und Allan McNish (GB) pilotieren die 2013er-Version des Audi R18 e-tron quattro, die in Florida ihr Renndebüt feiert und in ihrer aktuellsten Konfiguration am Montag erste Testrunden absolvierte. Ein Unfall von Allan McNish im Freien Training am Donnerstagvormittag kostete dabei wertvolle Streckenzeit.

Für Audi ist es die insgesamt zehnte Pole-Position bei bisher 14 Einsätzen in Sebring. Ebenso oft hat die Marke mit den Vier Ringen den US-Langstrecken-Klassiker gewonnen. In Turn 1 stellt Audi an diesem Wochenende vier seiner Sebring-Siegerwagen aus. Mit Frank Biela (D), Dindo Capello (I), Emanuele Pirro (I) und Marco Werner (D) sind neben den in Sebring aktiven Audi-Werksfahrern auch vier ehemalige Sebring-Sieger vor Ort.

„Das Qualifying hat noch einmal gezeigt, was wir hier schon die ganze Zeit erleben: Wann immer unsere beiden Autos gemeinsam auf der Strecke sind, sehen wir einen Fight im Bereich von Hundertstelsekunden. Das ist schön und verspricht ein spannendes Rennen”, sagt Ralf Jüttner, Technischer Direktor Audi Sport Team Joest. “Aber trotzdem müssen wir auf die Konkurrenz aufpassen, denn am Samstag kann es deutlich enger werden. Wir werden im Rennen ein paar Stunden brauchen, bis wir wissen, wie die Kräfteverhältnisse dann aussehen.“

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