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Reinhold Joest

Reinhold Joest

Reinhold Joest hat das geschafft, was nur ganz wenigen gelingt: der Sprung vom erfolgreichen Rennfahrer zum noch erfolgreicheren Teamchef.

Die Karriere des Rennfahres Reinhold Joest begann 1962 mit einem Porsche 75 S beim Bergrennen Eberbach. Bis 1967 fuhr Joest vor allem Bergrennen und wurde dabei zweimal Deutscher Meister. Ab 1966 wechselte Reinhold Joest allmählich auf die Rundstrecke und war auch dort auf Anhieb erfolgreich. Der Klassensieg beim 1000-Kilometer-Rennen auf dem Nürburgring 1966 war der erste bedeutende Erfolg.

Beim 1000-Kilometer-Rennen auf der legendären Nürburgring-Nordschleife, der schwierigsten Rennstrecke der Welt, feierte Reinhold Joest als Fahrer 1970 und 1980 jeweils einen Gesamtsieg. Insgesamt sechsmal feierte er einen Klassensieg. 

Dank seiner Leistungen wurde Reinhold Joest 1971 ins Porsche-Werksteam berufen. Als Werksfahrer feierte er zahlreiche Erfolge, den Traum vom Le Mans-Sieg konnte sich Reinhold Joest aber nicht erfüllen. 1969 wurde er im Ford GT40 in Le Mans Dritter, ebenso 1972 im Porsche 908/2 Langheck. 1978 und 1980 belegte er im Porsche 936 jeweils den zweiten Platz.

Dafür gewann Reinhold Joest die Interserie, mehrere Läufe der Sportwagen-Weltmeisterschaft und 1980 auch das 24-Stunden-Rennen in Daytona Beach (Florida).

Auch für das Ende seiner Laufbahn als Rennfahrer hatte Reinhold Joest ein glückliches Händchen: Sein letztes Rennen waren die 9 Stunden von Kylami Ende 1981 in Südafrika, die er gemeinsam mit Jochen Mass gewann. Nur wenigen Rennfahrern gelingt es, sich mit einem Sieg zu verabschieden. Reinhold Joest hat es geschafft und sich den Traum vom Sieg in Le Mans als Teamchef später gleich mehr als ein Dutzend mal erfüllt…